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Communities That Care - Kinder und Jugendliche psychisch und sozial stärken

Präventionsarbeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe und es bedarf der Beteiligung vieler Akteure, um Familien, Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt zu erreichen. In der Gemeinde Rastede wird seit 2019 mit der kommunalen Präventionsstrategie „Communities That Care – CTC“ des Landespräventionsrates Niedersachsens gearbeitet, um Kinder- und Jugendliche psychisch und sozial so zu stärken, dass problematische bzw. gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen noch vor ihrem Auftreten entgegengewirkt wird. 

CTC basiert auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen über Risiko- und Schutzfaktoren, die nachweislich die Entstehung jugendlichen Problemverhaltens beeinflussen.

Umsetzung

In der Gemeinde gelang es, anhand einer Schüler:innenbefragung die regionale Verteilung entsprechender Faktoren zu ermittelt. Die Ergebnisse wurden qualitativ von einem multiprofessionellen Gremium aus unterschiedlichen Feldern der Kinder- und Jugendarbeit analysiert. So konnte in das Bewertungsverfahren institutionsübergreifendes Erfahrungswissen aus unterschiedlichen Perspektiven miteinfließen.

Ergänzend zu dem vorhandenen Angebot beinhaltet das entstandene Konzept die Einführung von fünf wirkungsüberprüften Programmen der Grünen-Liste-Prävention. Das Konzept gliedert sich in drei Bausteine, ist mehrdimensional angelegt und berücksichtigt sowohl universelle wie selektive Präventionsansätze. Es verzahnt systematisch alters- und institutionsübergreifend die Präventionsbemühungen und bindet die Zielgruppen „Eltern“, „Kinder/Jugendliche“ und „Fachkräfte“ strategisch ein. Die Programmauswahl zielt sowohl auf die Stärkung von Erziehungskompetenzen als auch auf die Förderung jugendlicher Lebens- und Risikokompetenzen zur Vermeidung von Mobbing, antisozialem Verhalten und gesundheitsgefährdendem Substanzkonsum.

Fazit

Die Präventionsmaßnahmen setzen direkt bei den Einrichtungen an, die täglich von Kindern, Jugendlichen und Eltern besucht werden. Durch die Einbindung von Fachpraktiker:innen der Kinder- und Jugendarbeit, Polizei, Verwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister gelang es, ein tragfähiges Konzept mit hoher Breitenwirkung auf den Weg zu bringen.

Aufgrund der vorliegenden positiven Zwischenergebnisse und der psychosozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie, wurde die strategische und integrative Präventionsarbeit aus dem Projektstatus in eine nachhaltige kommunale Struktur überführt.

Förderung

Landespräventionsrat Niedersachsen

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