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Therapeutische Anwendung von Virtual Reality in einer Lungenfachklinik (TAVIREL)

Patienten mit schweren Lungenerkrankungen leiden neben den auftretenden körperlichen Beschwerden in den meisten Fällen auch unter einer enormen psychischen Belastung, die bei der Behandlung unbedingt Berücksichtigung finden muss. Das Projekt „Therapeutische Anwendung von Virtual Reality in einer Lungenfachklinik“ untersucht die Wirksamkeit des Einsatzes von VR-Brillen mit entspannenden Inhalten in verschiedenen Bereichen einer Lungenfachklinik.

Auf verschiedenen Stationen wird evaluiert, ob der Einsatz von VR-Brillen in einer Lungenfachklinik möglich und machbar ist, wie er von Patienten und Klinikpersonal angenommen wird und ob der Einsatz von VR-Anwendungen den Patienten der Thoraxklinik Entspannung, Beruhigung, Ablenkung, Verringerung von Ängsten und eine Verminderung des Schmerzempfinden ermöglicht und infolgedessen Atemnot vermindert werden, Panikattacken vorgebeugt werden, der Prozess der Entwöhnung von der Beatmung unterstützt werden, der Entstehung von Depressionen entgegengewirkt werden und schmerzhafte Behandlungen leichter ertragbar gemacht werden können.

Die VR-Brillen werden auf der Intensivstation, der Weaning-Station, der chirurgischen Station, der pneumologischen Station für nicht invasive Beatmung und der Palliativstation der Thoraxklinik Heidelberg eingesetzt. Ca. 10 Patient*innen pro Station probieren die VR-Brillen aus. Je nach Einsatzbereich der VR-Anwendung werden unterschiedliche subjektiv angegebene sowie objektiv meßbare Parameter erhoben und dokumentiert. Objektive Parameter sind die Herz- und Atemfrequenz, der Blutdruck und die Sauerstoffsättigung sowie die notwendige Menge an Medikamenten zur Analgosedierung und zur Beruhigung (bei Analgosedierung und Lokalanästhesie).

Als subjektive Parameter werden erhoben: Schmerzintensität, Schmerzqualität, momentanes Befinden und die gefühlte Belastung. Die VR-Brille wird erst dann angewendet, wenn der Patient seine Einwilligung dazu gegeben und das betreuende Klinikpersonal die jeweiligen Patienten als geeignet für die Anwendung einer VR-Brille einschätzt.

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