Die kontinuierliche Reinigung und Desinfektion von Flachwäsche, Bekleidung und anderer Textilien ist für unseren Klinikbetrieb unerlässlich. Das UKS betreibt eine eigene Großwäscherei, die täglich 10.000–11.000 kg Wäsche verarbeitet. Folge ist ein hoher Ressourcenverbrauch an Energie, Wasser und Chemikalien. Zur ineffizienten Ressourcennutzung trugen veraltete Maschinen und eine nur grobe Wäschesortierung bei, da hierdurch keine passgenauen Waschprogramme genutzt werden konnten. Um die Ressourcen- und Energieeffizienz zu steigern, und damit CO2-Emissionen und Umweltbelastungen zu senken, wurde ein Großprojekt zur Sanierung und Modernisierung der Wäscherei initiiert.
Durch Entlastungen und mehr Sicherheit im Arbeitsalltag sollte zudem das Wohlbefinden der Beschäftigten gefördert werden. Bis zur Inbetriebnahme im März 2023, erfolgten in sechs Monaten umfangreiche Maßnahmen zur ganzheitlichen Prozessoptimierung: -Komplettaustausch veraltete Maschinentechnik durch effiziente; -Kompletterneuerung technische Infrastruktur inkl. aller Leitungen; -Digitalisierung Waschstraße, Wäscheströme und Bereitstellungsprozess zur vollautomatischen Steuerung mittels: Installation Hängefördersystem zur automatisierten Beförderung der nun feinsortierten Wäsche zum Zielort, Optimierung der Waschprogramme bzgl. der Wäschearten und Modernisierung des Dosiersystems zur präzisen Chemikaliensteuerung, Nutzung RFID-Chips in Textilien zur stationsgerechten Erfassung des Wäschekreislaufs sowie Einführung Wäschestandardisierung/-pools; -Installation Abwasserwärmerückgewinnung und Aufbereitung/Filterung von Wasser zur Wiederverwendung für weitere Waschzyklen; -Umstellung Energieträger zur Dampferzeugung von Erdöl auf Erdgas, Fernwärme sowie UKS-eigenes hocheffizientes BHKW; -Sanierung Sanitäranlagen, Pausen-/Aufenthaltsräume; -Umstellung Lichttechnik der Wäscherei auf LED.
Die Optimierung des Gesamtprozesses führt zur nachhaltigen Schonung von Ressourcen und bedarfsorientiertem Wäschekonsum. Die Energieeffizienz wurde optimiert. Der Vorher-Nachher-Vergleich (2021 vs. 2024) zeigt eine Reduktion… -des Energieverbrauchs um ca. 33%; -der CO2-Emissionen um ca. 40,5%; -des Chemikalienverbrauchs um ca. 47%; -der Schad- und Nährstoffbelastung im Abwasser durch geringeren Gesamtchemikalieneinsatz / Wegfall von Chlor- und Weichspülprodukten; -des Wasserverbrauchs pro kg Trockenwäsche um ca. 37%; -anstrengender Hebe- und Tragetätigkeiten für Beschäftigte und des damit verbundenen Verletzungsrisikos.