Christoph Lohfert Stiftung Logo Christoph Lohfert Stiftung Logo

Reduktion von Verpackungsmüll im OP: Umstellung von einzeln verpackten Sterilkomponenten auf OP Komplettsets mit ISCC zertifizierten Materialien

In den Operationssälen der PremiQaMed Privatkliniken werden jährlich über 30.000 Eingriffe durchgeführt. Dabei kamen bisher 269.000 einzeln verpackte Verbrauchsmaterialien zum Einsatz, was aufgrund der hohen Hygienestandards notwendig war, jedoch zu einem enormen Verpackungsaufwand und einer erheblichen Umweltbelastung führte. Zusätzlich erschwerte die Vielzahl an Materialien mit über 5000 verschiedenen Verbrauchsartikeln und 15 Implantatsystemen die Beschaffung, Lagerhaltung und den organisatorischen Ablauf im OP. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wurde ein umfassendes Projekt initiiert, das die Einführung von OP-Komplettsets mit ISCC-zertifizierten Materialien vorsieht. Statt zahlreicher einzelner Sterilverpackungen kommen nun vorkonfektionierte OP-Sets zum Einsatz. Dies reduziert den Verpackungsmüll signifikant und verbessert die CO₂e-Bilanz, während die Hygienestandards durch eine sterile Gesamtverpackung weiterhin gewährleistet bleiben.

Die Umsetzung erfolgte schrittweise: Nach einer Bedarfsanalyse mit bis zu 1700 Verbrauchsprofilen pro Klinik wurden Muster-OP-Trays getestet und evaluiert. Die anschließende Testphase in den Kliniken wurde eng durch das zentrale OP-Management begleitet, um eine optimale Anpassung an die Bedürfnisse des OP-Personals sicherzustellen. Nach einer erfolgreichen Preisverhandlung mit einem Ecovadis-Platin-zertifizierten Lieferanten wurde die Ausrollung der Sets in fünf Kliniken innerhalb eines Jahres realisiert. Durch das Projekt ergeben sich erhebliche Vorteile: Die Umstellung auf Komplettsets reduziert den Verpackungsmüll und trägt zur Nachhaltigkeit bei. Gleichzeitig wird das OP-Personal entlastet, da weniger Zeit für das Bereitstellen und Sortieren von Materialien benötigt wird. Dies steigert die Mitarbeiterzufriedenheit, senkt die Fehlerquote und verbessert die Prozesseffizienz im OP.

Zudem trägt das Projekt durch den reduzierten Ressourcenverbrauch und die Senkung von Abfallmengen zur ökologischen Verantwortung des Gesundheitssystems bei, wovon zukünftige Generationen profitieren. Die optimierte Lagerlogistik und vereinfachte Materialbereitstellung ermöglichen dem medizinischen Personal, sich stärker auf die Patientinnen zu konzentrieren und eine noch bessere Versorgung sicherzustellen. Das Projekt zeigt, dass Nachhaltigkeit, Effizienz und höchste Hygienestandards erfolgreich kombiniert werden können – für eine umweltfreundlichere und zukunftsfähige medizinische Versorgung.

zurück nach oben