Hintergrund/ Ziele: Westliche Ernährungsgewohnheiten mit hohem Anteil an tierischen und stark verarbeiteten Lebensmitteln erhöhen das Risiko chronischer Erkrankungen und tragen erheblich zur Klimakatastrophe bei. Eine pflanzenbetonte Ernährung kann sowohl die Gesundheit fördern als auch Umweltbelastungen verringern. In der Gemeinschaftsverpflegung, insbesondere in Krankenhäusern, bieten pflanzenbasierte Speisen zudem gesundheitliche Vorteile für Patient*innen und Mitarbeitende. Das Projekt zielt darauf ab, eine nachhaltige und gesundheitsfördernde Ernährung zu etablieren und durch strukturelle Anpassungen sowie verhaltenslenkende Methoden das Konsumverhalten positiv zu beeinflussen.
Umsetzung: Der Anteil pflanzlicher Speisen in der Gemeinschaftsverpflegung wurde durch gezielte Anpassungen im Speisenangebot erhöht. Kreative Bezeichnungen und eine attraktive Präsentation steigern die Akzeptanz pflanzlicher Gerichte. Verhaltenslenkende Methoden fördern bewusstere Konsumentscheidungen und bauen Hemmschwellen bei der Wahl pflanzlicher Alternativen ab. Mit dem „Gesunden Mittwoch“ – einem ausschließlich vegetarisch-veganen Mittagsangebot – wurde eine sichtbare Veränderung geschaffen. Außerdem wurden bei Speisenanlieferung Nachhaltigkeitskriterien eingefordert und durch optimierte Bestellprozesse und angepasste Portionierungen eine systematische Reduktion von Lebensmittelabfällen erreicht.
Ergebnisse: Der „Gesunde Mittwoch“ zeigte eine hohe Akzeptanz bei Patient*innen und Mitarbeitenden. Attraktive Bezeichnungen und gezielte Platzierungen pflanzlicher Alternativen führten zu einer verstärkten Wahl klimafreundlicher Speisen. Erste Auswertungen dokumentieren eine Reduktion von Lebensmittelabfällen um mind. 21,47%, insbesondere durch kleinere Portionen und optimierte Bestellprozesse. Die Maßnahmen führten zu messbaren Einsparungen von Ressourcen und Kosten.