Was hat Sie bewogen, sich für den Lohfert-Preis zu bewerben?

Angesichts der demographischen Entwicklung bietet die Digitalisierung der Kommunikation eine große Chance. Auch bei steigenden Erkrankungszahlen und limitierten Ressourcen können wir so jedem Patienten die Aufmerksamkeit zu geben, die er braucht, und zwar so individuell wie nötig. Apps sind ein geeignetes Hilfsmittel, allerdings nur Kombination mit ärztlichen Konsultationen. Für den Lohfert-Preis haben wir uns beworben, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und die App weiter entwickeln zu können.

Was hat Sie auf die Idee gebracht, die App zum Gegenstand Ihrer Bewerbung zu machen?

Mit der App, einem „digitalen Therapietagebuch“, ermöglichen wir den Patienten „self empowerment“. Indem sie sich selbst und ihre Befindlichkeit  beobachten, diese protokollieren und mit dem Behandlungsteam reflektieren, machen wir sie zu Experten ihrer Gesundheit. Letztendlich geht es um effiziente und gleichberechtigte Arzt-Patienten-Kommunikation. Zudem erhöhen wir die Patientensicherheit, denn dank permanenter Auswertung der eingegebenen Daten werden Symptome und Therapienebeneffekte frühzeitig erkannt.

Welche Erwartung haben Sie an eine inhaltliche Unterstützung durch den Lohfert-Preis?

An der Arbeit der Christoph Lohfert Stiftung imponiert mir, dass sie visionär Themenbereiche und Teams unterstützt. Schön wäre eine Vernetzung mit anderen praxisorientierten Projekten. Beispielsweise Hinweise und Tipps für die Patienten auszutauschen, oder – warum nicht? – Pilot-Projekte für eine modulare Datenerfassung verschiedener Institutionen miteinander in Einklang zu bringen.